Vom Käfer gab es während seiner Geschichte zahlreiche Sondermodelle. Für die jeweiligen Märkte wurden teilweise Sondermodelle in geringer Stückzahl aufgelegt. Die Jahreszahlen beziehen sich auf das Modelljahr, das über Jahrzehnte nach den Sommer-Werksferien im September eines Vorjahres begann.
Das Modell Weltmeister von 1972 war ein Käfer Modell 1302 mit 44 PS. Am 17. Februar 1972 löste der Käfer mit 15.007.034 Stück das Ford Modell T als meistproduziertes Fahrzeug der Welt ab. Zu diesem Anlass wurden 5000 Weltmeister-Käfer produziert. Der Weltmeister ist silberblaumetallic (Farbcode L96M) auf schwarz-silbernen Lemmerz-Felgen mit achteckigen VW-Radkappen. Jedes Exemplar wurde mit einem Zertifikat, Schlüsselanhänger und einer Goldmedaille mit der Aufschrift „Der Weltmeister 1972, Wolfsburg, Germany“ an die Kunden ausgeliefert.
Der Gelb-Schwarze Renner aus dem Jahr 1973 wurde auf Basis des Modells 1303 S mit 37 kW gebaut. Von ihm wurden 3500 Stück produziert. Der GSR ist erkennbar an der saturngelben (Farbcode 13M) Lackierung mit mattschwarzen (Farbcode 41) Koffer- und Motorhauben sowie Luftschlitzen im vorderen Abschlussblech. Er ist mit einem lederbezogenen Sportlenkrad, Sportsitzen, Felgen in der Größe 5 ½ J x 15 und Rückfahrleuchten ausgestattet. Die Stoßstangen sind ebenfalls gelb-schwarz lackiert.
Aus dem Jahr 1974 stammt das auf Basis des Modell 1303 mit 32 kW gebaute Sondermodell City. Es war erhältlich in den Farben Ibizarot (31M), Ischiametallic (Grün, 99M) und Ontariometallic (Blau, 95M). Das Auto hatte Sitzbezüge in Schwarz kombiniert mit der jeweiligen Außenfarbe. Zur Ausstattung gehörte eine Heckscheibenheizung, Rückfahrleuchten sowie Felgen in der Größe 4.5Jx15. Als Beigabe steckte in jeder Fahrer-Sonnenblende eine Parkscheibe.
Das erste Sondermodell Jeans von 1974 war ein Modell 1200 mit 25 kW. Es war erhältlich in Tunesiengelb (L16M), Phoenixrot (L32K ), Brillantgelb (L11C) und Marinogelb (L20A). Die Sitze waren in Jeansstoff gehalten, daher die Bezeichnung. Jeder Käfer dieser Serie besaß Sportfelgen der Größe 4,5Jx15, eine 12 Volt-Anlage, Halogen H4-Hauptscheinwerfer, eine beheizbare Heckscheibe, eine Benzinuhr, eine Nebelschlussleuchte, Schalttafelpolsterung sowie einen seitlichen Schriftzug. Der Jeans-Käfer kostete damals 6795 D-Mark.
Im Jahr 1974 wurde das Sondemodell BIG auf Grundlage des Modell 1303 S mit 37 kW gebaut. Es war erhältlich in Hellasmetallic (Beige, 98C), Ontariometallic (Blau, 95M), Moosmetallic (Grün, 95C) und Diamantsilbermetallic (97A). Ausstattungsmerkmale waren Sitzbezüge mit großstreifigem Cord, Schlingenflor-Teppich, Holzfolie am Armaturenbrett, 5,5x15 Zoll-Felgen und seitlicher Schriftzug.
Das Sondermodell World Cup '74 entstand 1974 auf Basis des Modell 1303 Cabrio, anlässlich des Gewinns der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 durch die deutsche Nationalmannschaft. Volkswagen produzierte 25 Cabrios in Cliffgrün (L61A) mit schwarzen Hauben. Diese wurden ausnahmslos an Spieler des deutschen Teams verschenkt. Im Handel waren diese Modelle nicht erhältlich. Die Seiten des Cabrios ziert der Schriftzug World Cup '74 sowie das Logo der WM. Als erster Spieler holte Uli Hoeneß 2 Tage nach WM-Gewinn sein Cabrio in München bei MAHAG ab.
Das Sondermodell Weltmeister 1974 aus dem Jahr 1974 auf Basis des Modell 1303 war praktisch eine Fan-Version des World Cup-Cabrios in Limousinengestalt. Jedoch war das Modell zusätzlich in den Farben Rallyegelb, Senegalrot und Leuchtorange erhältlich. Die Hauben sind wie beim Cabrio schwarz.
1976 entstand das Sondermodell Triple White auf Grundlage des 1303 Cabrio. Lackierung, Innenausstattung und Verdeck trugen mit Weiß die gleiche Farbe (Farbcodes 1976-L80E; 1977 und 1978-L90B; 1979-L90E). Die Auslieferungen von 1977 bis 1979 besaßen Weißwandreifen.
Die Champagner Edition aus dem Jahr 1977 entstand auf der Basis des 1303 Cabrio. 500 Stück wurden ausschließlich für den amerikanischen Markt produziert. Das Modell wurde in Alpinweiß (Farbcode 90B) mit sandfarbenem Verdeck, goldfarbigem Streifen rund ums Auto und Weißwandreifen hergestellt. Jeder ausgewählte US-Händler erhielt nur ein Exemplar. Im Modelljahr 1978 gab es erneut eine Champagner Edition, die nur leicht in der Farbgebung vom Vorgänger abwich.
Das Sondermodell Triple Black von 1979 basierte ebenfalls auf dem 1303 Cabrio. Es war das letzte Cabrio-Sondermodell, ganz in Schwarz gehalten. Die Ausstattung glich der Champagner Edition.
Der Silver Bug von 1981 war ein 1200 mit 25 kW. Am 15. Mai 1981 wurde im Werk Puebla der 20-millionste Käfer gebaut, ein Silver Bug. Zur Feier der runden Marke wurden insgesamt 3700 Exemplare gefertigt, alle in der Farbe Metallicdiamantsilber (Farbcode 97A), mit einem Schlüsselanhänger, einer 20-Millionen-Plakette auf dem Schaltknauf, der Motorhaube und seitlichen Schriftzügen. Das Modell war mit einer heizbaren Heckscheibe und einem Radio ausgerüstet. Die Innenausstattung war schwarz-weiß kariert.
Das zweite Sondermodell Jeans aus dem Jahre 1982 war ein Modell 1200 mit 25 kW. Es war in gewisser Weise eine Neuauflage des Modells von 1974, diesmal in den Farben Alpinweiß (Farbcode L90E) oder Marsrot (Farbcode L31B).
Der Special Bug von 1982 wurde auf Basis des 1200 mit 34 PS produziert. Erhältlich war es in den Farben Marsrot oder Schwarz. Es besaß an den Flanken den Schriftzug Special Bug und war mit einem Radio Modell Salzgitter und einem Schaltknauf mit Special-Bug-Logo ausgestattet.
Im Jahre 1983 wurde das Sondermodell Aubergine auf Basis des 1200 mit 25 kW produziert. Es war nur in der Farbe Aubergine (Farbcode LG4U) erhältlich. Die komplette Innenausstattung war ebenfalls in Aubergine gehalten. Zur Ausstattung gehörten ein Radio Modell Braunschweig und Felgen mit Chromzierringen. Die Auflage lag bei 3300 Stück.
1983 entstand das Sondermodell Eisblauer auf Basis des 1200 mit 25 kW. Es war nur in der Farbe Eisblaumetallic erhältlich. Die Innenausstattung war aus blaugrauem Tweed, serienmäßig waren ein Radio Modell Braunschweig und Felgen mit Chromzierringen. Die Auflage lag bei 8300 Stück.
Ebenfalls 1983 erschien der Alpinweiß-Käfer auf Basis des Modells 1200 mit 25 kW. Dekorstreifen in Schwarz/Silber oberhalb der Trittbretter. Sitzbezüge aus blauem und grauem Stoff. Verchromte Radzierringe. Sondermodell-Nummer: S 711
Der Sunny Bug von 1984 war ein 1200 mit 25 kW. Er war nur in der Farbe Sonnengelb (Farbcode LG1H) erhältlich. Die Innenausstattung bestand aus currygelbem Cord, Veloursteppich und Türverkleidungen in Schwarz. In Höhe der Gürtellinie und der Trittbretter waren weiß-schwarze Doppel-Zierstreifen angebracht. Hinzu kamen zahlreiche Chromzierleisten, verchromte Radkappen und Radzierringe aus Edelstahl. Mit einer Auflage von nur 1800 Stück ist der Sunnybug heute wohl eines der seltensten Käfer-Sondermodelle. Er kostete 9.990 DM und wurde mit dem Slogan „Sunny Bug, der Käfer zum Sonnenscheintarif“ vermarktet.
Der Samtrote Sonderkäfer von 1984 war ein Modell 1200 L mit 25 kW. Es war nur in der Lackierung Samtrot (Farbcode LG3C) mit rot-blau gestreifer Velours-Innenausstattung und mauritiusblauer Velours-Fußraumausstattung erhältlich. Die Türverkleidungen waren ebenfalls in Mauritiusblau gehalten. Auf Gürtelhöhe und oberhalb der Trittbretter waren je zwei seitliche blaue Zierstreifen angebracht, die über den Trittbrettern zu zwei Blumen zusammenliefen. Zusätzlich war das Fahrzeug mit vielen Chromteilen ausgestattet, wie Zierleisten, Stoßfänger, Radkappen, Radzierringen und Auspuffendrohren. Ein Radio musste als Extra-Ausstattung bestellt werden. Die Auflage lag bei etwa 3000 Stück. Der Preis für eine Käfer-Limousine überstieg mit dem Samtroten-Sondermodell im September 1984 erstmals die 10.000-DM-Grenze.
Der Jubiläumskäfer von 1985 war ein Modell 1200 mit 25 kW. Es wurde oftmals auch „Jubi“ genannt und war der letzte offiziell vom Werk nach Europa importierte Käfer. Ihn gab es in zwei Farben, Zinngrau und, seltener, Zinkgrau. Seine vorderen Seitenteile sowie die Motorhaube zierten „50 Jahre Käfer“-Embleme. Die Karosserie umlaufen über dem Trittbrett zwei dünne Zierstreifen. Seine Innenausstattung war in Grau gehalten, er wurde bereits mit dem Lenkrad aus dem Golf 2 ausgeliefert und besaß eine grüne Wärmeschutzverglasung. Die Auflage lag bei 2400 Stück.
Das zweite Sondermodell aus dem Jahr 1994, der Firebeetle, war ein Modell 1600i mit 34 kW, Einspritzanlage, G-Kat, Drehstromlichtmaschine, Alarmanlage und Wegfahrsperre. Produziert wurden schätzungsweise zwischen 200 und 500 Stück. Das Sondermodell wurde nur in der Farbe Onyxschwarz und mit Firebeetle-Aufkleber auf der Motorhaube ausgeliefert. Neben der grünen Wärmeschutzverglasung mit Grünkeil hatte der Käfer eigens für ihn entworfene lackierte Alu-Felgen – die gleichen wie das spätere Sondermodell Harlekin – sowie das Chrompaket. Die Sitze waren schwarz mit roten Streifen. Die ersten Firebeetles wurden noch mit vier Trommelbremsen ausgestattet, spätere Exemplare hatten hingegen vorne Scheibenbremsen.
Vereinzelt gelangten Exemplare über Privatimporte nach Europa. Einige wenige Firebeetles wurden über die Firmen Beetles Revival in Wöbbelin und Omnicar in München nach Deutschland importiert und wenigstens einer privat. Ein Exemplar steht im VW-Museum.
Das dritte Sondermodell Jeans aus dem Jahr 1995 war ein Modell 1600i mit 34 kW und G-Kat. Produziert wurde es für den südamerikanischen Markt in den Farben Mezclillablau und Tornadorot. Vereinzelte Exemplare gelangten über Privatimporte nach Europa.
Das Sondermodell Harlekin von 1996 basierte auf dem Modell 1600i (GL) mit 34 kW und G-Kat. Produziert wurde es ausschließlich als Blickfang für Messen und große Autohäuser für den süd- und nordamerikanischen Markt mit einem Farbmix aus Gelb, Blau, Rot, Türkis. Der Harlekin wurde offiziell nicht an Endkunden verkauft. Die Auflage lag bei 141 Stück, in Deutschland waren 2007 etwa fünf Stück zugelassen. Für den deutschen Markt gab es den Polo Harlekin.
Die letzte Serie mit dem Namen Última Edición, basierend auf dem Modell 1600i mit 37 kW oder 40 kW, wurde Anfang Juli 2003 vorgestellt. Die verschiedenen Leistungsangaben sind vermutlich dadurch entstanden, dass ein Teil der Käfer über eine Firma importiert und zugelassen, andere Käfer hingegen privat importiert wurden und unterschiedliche Daten eingetragen wurden. Es wurden etwa 3000 Exemplare gebaut, offiziell sind es genau 3.000 gewesen. Mit der Última Edición wurde die Produktion des Käfers endgültig eingestellt. Die Wagen waren meist in zarten Pastelltönen lackiert (Aquarius Blue und Harvest Moon Beige), besaßen farblich passende Felgen mit Weißwandreifen, Chromzierleisten und, wie in den 1960er-Jahren, ein Wolfsburg-Emblem auf Kofferraumhaube und Lenkrad. Für den Importeur Omnicar in München wurden einige Exemplare in Speedbluemetallic und Platinumgreymetallic lackiert. Des Weiteren existieren einige Fahrzeuge der Última Edición in Rot.
Ein Exemplar in der Farbe „Aquarius Blue“ erhielt einen Platz in der VW-Sammlung in der Autostadt Wolfsburg. Auch andere Modelle der Última Edición sind weiteren Kreisen bekannt. Der vorletzte Käfer (in Harvest Moon Beige) ist in Hamburg auf die zum Axel-Springer-Verlag gehörende Zeitschrift Auto Bild zugelassen und nimmt regelmäßig an Ausfahrten teil.
Mehrere Fahrzeuge aus der Última Edición beschäftigten wegen der zur Zulassung vorgeschriebenen, aber beim Käfer fehlenden Motordiagnose-Anzeige („On-Board-Diagnose“) zunächst die Gerichte, bis sie im Jahr 2004 nach einem Rechtsstreit des letzten Importeurs, der Omnicar AG aus München, mit dem Freistaat Bayern zugelassen werden durften. Die Zulassung ermöglichte eine Ausnahmegenehmigung des bayerischen Wirtschaftsministeriums, jedoch nur mit einigen Auflagen wie einer jährlich durchzuführenden Abgasuntersuchung, welche mittlerweile überholt ist, da die AU generell nur noch alle zwei Jahre fällig wird.
Ein Exemplar wurde Papst Johannes Paul II. zum Geschenk gemacht, der bereits als junger Priester in Polen einen Käfer fuhr.
Das Werk in Wolfsburg war das erste, in dem der Käfer gebaut wurde. Der Grundstein wurde am 26. Mai 1938 gelegt. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhinderte allerdings die Aufnahme der planmäßigen Produktion des Käfers. Während des Krieges wurden hier der Kübelwagen, der Schwimmwagen sowie andere Rüstungsgüter gefertigt. Erst nach dem Kriegsende, im zweiten Halbjahr 1945, begann die Produktion des Käfers, zunächst in recht bescheidenem Umfang. Am 1. Juli 1974 lief im Stammwerk Wolfsburg um 11:19 Uhr der letzte dort hergestellte Käfer vom Band.
Das Werk in Emden wurde 1964 eingeweiht. Bis zum 19. Januar 1978 wurde hier der Käfer produziert. Das Werk diente anschließend als Zwischenlager für alle Käfer-Lieferungen aus Mexiko. Nach Eingangs- und Endkontrollen führte die Kundendienstwerkstatt Emden auch notwendige Umbauten an den Fahrzeugen für die jeweiligen länder- bzw. sondermodellspezifischen Ausstattungen durch.
Außerdem wurden noch im VW-Werk Hannover (1974–1975), bei Auto Union in Ingolstadt (1965–1969) und bei Karmann in Osnabrück Käfer gebaut.
Australien, Belgien, Brasilien, Costa Rica, Indonesien, Jugoslawien, Irland, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Nigeria, Peru, Philippinen, Portugal, Singapur, Südafrika, Thailand, Uruguay und Venezuela